Jörger Köpfe

 

 

Modulkasten

 

 

 

 

Verschiedene Module

 

 

 

 

Verschieden Module

 

 

 

 

Landschaftsbeispiel

 

 

 

 

Elektro

 

 

 
 

Zist-Modulbau – Festlegungen

1. Größe, Kopfform
2. Darstellung, Landschaft
3. Elektrik
4. Materialvorschlag für die Herstellung der Elektrik
5. Oberleitung
6. Höhe der Module / Unterbau
7. Aufbau des Modulkastens
8. Montage und Justierung der Schienen

1. Größe, Kopfform
Geeinigt haben wir uns auf 40 cm Kopfplatten „EFW“, Bestell-Nr. SJ041 von Jörger mit ansteigendem
Geländeprofil. Homepage von Jörger: www.system-joerger.de .
Die Länge des Moduls bleibt jedem selbst überlassen. Denkt bitte an die Transportmöglichkeiten. Es macht für eine einfache Planung Sinn sich an dem Rastermaß von Märklin 110 mm zu orientieren. ( 880 mm, 990 mm, 1100 mm usw. )

Zist55 Modulnorm Kopf

2.Darstellung, Landschaft
Darstellung:
Zweigleisige Strecke, Hundeknochen, bzw. Endmodule als eigenständige Anlage mit
„Hundeknochenfunktion“.

Es ist jedem überlassen wie er auf seinem Modulteil die Gleise verlegt, nur darf in der Hauptstrecke keine Kurve mit dem Industrieradius 145 mm (8510) verlegt werden.
Übergabe der Schienen zu „fremden“ Modulen geben die Köpfe von Jörger vor.
Wir haben uns nicht auf Farben oder Hersteller der Zubehörmaterialien festgelegt. Wir stehen dazu, dass die aneinander gereihte Anlage evtl. „kunterbunt“ erscheint. Wichtig ist aber, dass jeder mit seinem(n) Modul(en) auch Zuhause glücklich ist.

Landschaft:
Deutsche Landschaft (Mittelgebirge).

Ein Mittelgebirge ist ein Gebirge das Höhe zwischen 500 und 1500 m nicht überschreitet. Mittelgebirge sind oft alte Rumpfgebirge oder Tafelbergländer und weisen wegen der geringen Höhe keine eiszeitlichen Formen auf, so dass flachwellige Oberflächenformen vorherrschen.
Im Unterschied zu den Hochgebirgen gibt es wegen der geringen Höhe der Mittelgebirge nur wenige oder gar keine unterschiedlichen Höhenstufen der Vegetation.
Alle Gebirge in Deutschland mit Ausnahme der Alpen sind Mittelgebirge.
Das höchste deutsche Mittelgebirge ist der Schwarzwald.

3.Elektrik

Einfachste Elektrik, nur die beiden Fahrstrecken werden durchgeschaltet.
So besteht jederzeit die Möglichkeit, Analog oder Digital zu fahren. Für zusätzliche Stromversorgungen (Beleuchtung, Signale etc.) sorgt jeder selbst.

Zist55 Modulnorm Elektro

Als Verbindung nehmen wir einfache Anschlussbuchsen für Bananenstecker,
Durchmesser 4 mm. Die Buchsen sollen im Modulkasten, von unten erreichbar, in der Nähe der Kabeldurchführung der Modul- Kopfplatten angebracht werden.
Die Modulverbindungen können nun mit einfachen Messleitungen mit 4 mm – Stecker hergestellt werden. An den Buchsen lässt sich ebenso an jeder beliebigen Stelle ein Fahrgerät anschließen.

In jedem Streckengleis erhält die Plus-Schiene (äußere Schiene) in Fahrtrichtung ca. 2,5 bis 3 cm vor Modul-Ende eine 22 cm lange Unterbrechung.
Unterbrechungen entweder mit dem Dremel herstellen,
(Wenn die Unterbrechung mit dem Dremel hergestellt wird, bitte auf die mechanische Festigkeit des kurzen Gleisstückes besonderen Wert legen! )

oder mit folgender Gleisanordnung, von der Modulkante gesehen: Unterbrechergleis 55 mm, Gleis 110 mm, Gleis 55 mm, Unterbrechergleis 55 mm.

Oder mit einem Gleisverbinder aus Plastik

Diese Unterbrechung muss mit einem „normalen“, eindeutig gekennzeichneten Schalter (an der hohen Modul- Rückseite installiert) überbrückt werden können. Natürlich besteht hier die Möglichkeit, dass jeder nach seinem Geschmack ZUSÄTZLICH eine Signalschaltung parallel zu dem Schalter einbaut.
Für den Modulbetrieb ist es aber wichtig, dass die Strecke „zwangsweise“ mit dem Schalter auf Durchfahrt gestellt werden kann. Es soll ja nicht alle 60 bis 80 cm eine Blockstrecke erfolgen.
Die Durchgangsverdrahtung zwischen den Buchsen an Anfang und Ende der Module erfolgt mit großem Querschnitt (2,5 mm2), da wir mit relativ kleiner Fahr-Spannung sonst recht hohe Leitungsverluste haben.

4.Materialvorschlag für die Herstellung der Elektrik:

Anzahl

Artikel

Bestellnr. Conrad

 

4

Einbau-Buchse rot
Lötanschluß

731582-xx Ab 0,79€

Buchse

4

Dto. schwarz

731581-xx Ab 0,79 €

 

2

Meßleitungs-Set
Messschnüre 1 m lang
2er-Set rot/schwarz

138258-xx 4,95 €

 

2

Schalter

700614-xx 3,55 €

Schalter

2

Ein-Aus-Schild

701416-xx 0,59 €

 

Meterware PVC-Leitung
Hochflexibel,
2,5 mm2, rot

138231-xx 1,29 €

 

Meterware Dto. Schwarz

138240-xx 1,29 €

 

 

5.Oberleitung
Auch den Bau einer Oberleitung auf den Modulen wollen wir freistellen.
Der Abstand des ersten OL Masten muss exakt 8,25 cm zum Modulrand betragen. So können die 165 mm – Standard-OL-Stücke zwischen den Modulen eingesetzt werden.
Zur Sicherheit sollten jedoch auch einige verschiebbare OL-Stücke mitgebracht werden.
Beim Zusammensetzen der Module sollte später jedoch darauf geachtet werden, OL-Module und OL-freie Module nicht zu vermischen. Stoßen Module mit OL an Module ohne OL, so sind am OL-Beginn „Auflaufhörner“ anzubringen, die die hochstehenden Panthographen auffangen und unter die OL führen. OL-freie Module müssen an Unterquerungen mit niedriger Höhe auch über Auflaufhörner verfügen, damit Loks mit ausgefahrenen Panthographen die Strecke passieren können!
Die OL ist im Modulbetrieb ohne elektrische Funktion.

6.Höhe der Module / Unterbau
Die Höhe der Schienenoberkante (SOK) des fertigen Moduls soll 110 cm betragen.
Die Füße sollten allerdings möglichst weit höhenverstellbar sein, um Unebenheiten ausgleichen zu können. Wir schlagen also +/- 5 cm Verstellbereich vor.
Vorschlag zum Bau der „Beine“: Vierkantholz, min. 40 x 40 mm. Auf der Bodenseite des Stempels mittig ein Loch bohren, Tiefe min. 50 mm, besser mehr. Über diesem Loch eine Einschlagmutter (M8) einsetzen. In diese Einschlagmutter lässt sich ein Fuß mit dem passenden Gewinde (z.B. Maschinenschraube M8 x 100) zum Höhenausgleich einschrauben.

7.Aufbau des Modulkastens
Quelle: Interessengemeinschaft der Spur Z, Postfach 7129, 71317 Waiblingen

Zuerst wird der Modulkasten aus 8 bis 10 mm starkem Sperrholz aufgebaut.
Vorder- und Rückwand und die zwei Kopfplatten sind mit einem Anschlagwinkel exakt (!) rechtwinkelig auszurichten, zu verleimen und mit Spax- Schrauben (z.B. 3x20 mm) versenkt (!) zu verschrauben.
Die Stabilisierung der Kantenverbindung mit 19x19mm-Vierkant-bzw. Dreikant-Leisten ist dringend zu empfehlen.
Dreikantleisten ermöglichen später einen leichteren Zugang zu den Bohrungen für die Modulverschraubung.
Wichtig: Bei der Montage der Kopfplatten bitte darauf achten, dass die Seite mit dem breiteren Rand der Messingbuchsen auf der Innenseite des Kastens erscheint.
Anschließend wird das Trassenbrett eingepasst und mit zwei Vierkant-Holzleisten 19x19 mm an den Kopfplatten fixiert (verleimen und von außen durch die Kopfplatten versenkt (!) verschrauben).
Das Trassenbrett muss von unten her mit einem senkrecht gestellten Sperrholzbrett von mindestens 30 mm Breite gegen Durchhängen stabilisiert werden.
Vor dem Aushärten des Leims bitte die Messingbuchsen von Leimrückständen reinigen!
Bitte beachten: Die Justierlehren sind so ausgelegt, dass bei Verwendung von Märklin-Schienen und einer 3 mm starken Gleisunterlage (z.B. Kork) das Trassenbrett ebenbündig mit der Oberkante der Kopfplatte montiert wird; die Oberkanten von Lehre und Schienen sind dann deckungsgleich.
BeiVerwendung anderen Gleismaterials oder einer stärkeren bzw. dünneren Gleisunterlage muss das Trassenbrett entsprechend ober- bzw. unterhalb der Kopfplattenkante angebracht werden. Der Modulkasten ist damit im Rohbau fertig gestellt. Es folgen die Montage der Schienen und der elektrischen Anlagen, zuletzt schließlich die Landschaft.

8.Montage und Justierung der Schienen
Quelle: Interessengemeinschaft der Spur Z, Postfach 7129, 71317 Waiblingen

Vorbereitung:
Zunächst wird die Gleisunterlage auf das Trassenbrett aufgebracht, z.B. mit Pattex oder Weißleim
aufgeklebt. Wir haben gute Erfahrungen mit Kork; es eignen sich aber sicher auch andere Materialien. Die Stärke des Materials soll 3 mm betragen. In Verbindung mit Märklin-Gleisen ergibt sich dann automatisch die richtige Höhe der Schienenoberkante (s.o.).
Um einen möglichst zuverlässigen Schienenabschluß
zu gewährleisten, empfehlen wir, an den Modulkanten ausschließlich mit Original-Gleisen zu arbeiten, und diese nicht „abzudremeln“. Hierdurch ergibt sich eine höhere Betriebssicherheit im Modulbetrieb.
Für jedes Gleis des Modulübergangs sind zwei Messingschrauben 2x10 mm, eine für jede Schiene, auf die Oberkante der Kopfplatte zu setzen und etwa zur Hälfte einzudrehen (ggf. mit Bohrer 1 mm vorbohren). Das Gleis wird provisorisch befestigt, vorher entfernt man die Schwellen vor der Kopfplatte auf einer Länge von ca. 10 mm, um das Festlöten der Schienen auf den Messingschrauben zu ermöglichen.

Justierung:
Jetzt kommt der einzig wirklich kritische Arbeitsschritt. Die Justierung der Schienenoberkante und Seitenlage.
Dazu steckt man zunächst zwei Führungsstifte in die Messingbuchsen der Kopfplatte und steckt die Justierlehre so auf, dass die Kerbe an das einzustellende Gleis gelangt.
Wird die Gleislehre mit einem Streifen Tesafilm beklebt, ergibt sich ein Rücksprung der Gleise von der Modulkante von etwa 1/10 mm.
Die senkrechten Seiten der Kerbe markieren jetzt die lichte Weite des Gleises, die Oberkante der Lehre die einzustellende Schienenoberkante. Mit einer Hilfslehre, bestehend aus einem Stück Messing (Stärke ca. 2 mm, Länge z.B. 50 mm, Breite = lichte Weite der Schienen) oder einem entsprechenden Stück einer Leiterplatte wird das Gleis in Flucht zur Kerbe der Lehre gebracht.
Die Hilfslehre soll dabei möglichst rechtwinkelig zur Kopfplatte gehalten werden. Die Schrauben werden nun so verstellt, dass die Schienenoberkante exakt (!) mit der Oberkante der Lehre übereinstimmt. Ist ein einwandfreier Übergang eingestellt, werden die Schienen mit den Schraubenköpfen verlötet. Dabei bitte reichlich Lot verwenden und die Schienen fest andrücken. Darauf achten, dass die Seitenlage (Hilfslehre!) noch stimmt und das Gleis rechtwinkelig auf die Kopfplatte trifft.
Dreht man die Justierlehre um, so kann man das zweite Gleis an der gerade bearbeiteten Kopfplatte einstellen.

Stand: 22.10.2006

Zusammengestellt von:
Jörg Neidhöfer, zist(at)gmx.de

Ergänzt:
Peter Rogel, peter(at)z-insider.de